Abschlussmesse (Nachtrag)

Nun noch als Abschluss des ganzen Reiseberichts der Eintrag zum letzten vollständigen Tag in Washington mit der traditionellen Abschlussmesse und Closing Ceremony des 38. internationalen PUERI CANTORES Festivals.

Vormittags stand bei wieder einmal unglaublich heißem Wetter eine straffe Sightseeing-Tour der oberen National Mall auf dem Programm: Lincoln Memorial, Vietnam War Memorial, Korea War Memorial, White House, … Da die Dimensionen doch schon ein wenig größer sind in den USA, sind wir mit der Metro so nah es ging an das Lincoln Memorial gefahren, um wenig in der Hitze laufen zu müssen. Um ein wenig ein gefühl für die Bedeutung des jeweiligen Memorials zu bekommen, gab Herr Sump zu jedem eine kurze Abhandlung der Bedeutung für uns (und im besonderen für die Amerikaner) und der geschichtlichen Einordnung. Besonders beeindruckend war dabei der Besuch am wahrscheinlich mächtigsten Ort der Welt: das Weiße Haus. Es ist erstaunlich viel kleiner, als man es erwartet. Allerdings weiß man ja nicht genau, inwiefern Washington untertunnelt und ausgebaut ist.

Nach einem Abstecher zurück ins Hotel und einer kurzen Dusch-Pool-Schlafpause ging es weiter zur Probe für die Abschlussmesse des Kongresses, die direkt im Anschluss stattfinden sollte. Da wir unsere schweren liturgischen Gewänder in Essen gelassen hatten, war es für uns in weißen DSK-Polos eine verhältnismäßig angenehme Situation…

Im Hotel sollte dann als großer Abschluss des Kongresses ein “Gala-Dinner” folgen. In vermutlich typisch deutscher Annahme, erwarteten wir eine eher gesetzte Veranstaltung, die so ruhig (und vermutlich langweilig) vor sich hinplätschern sollte. Aber es kommt ja bekanntlich immer anders… Im Hotel erwartete uns ein proppe voller Ballsaal mit aufgebauter Tanzfläche, Animateuren und bereits tanzenden Jugendlichen. Die zeitweise gerüchtemäßig kursierende ominöse Altersgrenze der Tanzfläche von unter 21 Jahren schien allerdings bereits von Anfang an von mittanzenden amerikanischen Eltern ausgehoben worden zu sein. So tanzten auch die beiden Chef-Dirigenten des Kongresses Lee Gwozdz und Mr. French mit. Für uns als Knabenchor war das sicher mal eine etwas andere Abschlussfeier, die aber bei jung und alt äußerst gut anzukommen schien.