Galakonzert (Nachtrag)

Nach Abschluss der Fahrt nun doch noch einmal wie versprochen die fehlenden Einträge zu den beiden letzten Tagen in Washington. Natürlich gibt es dabei auch die für alle wichtigen Fotos.

Am Freitag, 05.07. war für uns der ganze Tag eigentlich auf das Galakonzert zugeschnitten. Bereits morgens wurde sich um einen geeigneten Raum im Hotel zum Proben bemüht, was sich als wesentlich schwieriger erwies als erwartet. Nach langem hin und her konnten wir uns aber doch noch geeignet auf das abendliche Galakonzert vorbereiten und unsere Stücke noch einmal durchsprechen.

Anschließend ging es bei strahlendem Sonnenstein und brütender Hitze zum Friedensgebet an das Jefferson-Memorial, an dem alle PC-Chöre teilnahmen. Alle waren einheitlich im roten Kongress-Layout gekleidet und die Masse machte bereits von weitem einen tollen Eindruck! Ein wenig problematisch und auch ein wenig schlecht geplant meines Erachtens waren der Ort und der Zeitpunkt des Gebets, da es um 12 Uhr auf den Stufen des Memorials in praller Sonne stattfand. Deshalb waren wir nach der Verantstaltung auch entsprechend erschöpft und freuten uns auf jede Art der Abkühlung und Erfrischung. Dementsprechend froh waren ausnahmslos alle, dass wir doch noch zu einer kurzen Siesta ins Hotel gingen, wo auch noch der geliebte Hotel-Pool frequentiert werden konnte, bevor es zur Stellprobe in die Konzert-Kirche und zum frühen Abendessen ging.

Die Stellprobe war für uns die einzige Gelegenheit einmal die Akkustik der Kirche zu testen, Stücke anzusingen und unsere optimale Aufstellung zu finden. Die Anspannung des Tages der Vertreter des größten PC-Verbandes zu sein brachte Herr Sump wohl selbst zum Ausdruck, als er von uns forderte: “Ihr müsst heute Abend besser singen, als Ihr könnt!” Seine Richtigstellung, dass es vermutlich heißen sollte “Ihr müsst besser können, als Ihr singt” schien da auch nciht weiter hilfreich – führte aber zur allgemeinen Erheiterung.

Das Galakonzert selbst war dann für uns ein reiner Erfolg. Obwohl wir nach dem Marsch vom Hotel zur Kirche direkt als erster Chor auftreten mussten, brachten wir in einer proppe-vollen Kirche eine wirklich tolle musikalische Leistung zu stande. Vor allem die Psalmkantate von Heino Schubert wirkte in der Akkustik der Kirche und unter der vollen Aufmerksamkeit der Jungs wirklich super wirkungsvoll. Der anfangs als “schlecht” erachtete erste Startplatz erwies im Laufe des Konzerts doch als recht positiv. Nach uns folgte noch die Luzerner Kantorei, die vor allem durch eine schwere Stückeauswahl auffiel – allerdings auch dadurch, dass sie Ihren Zeitslot um etwa das doppelte überzogen und ihre Stücke sehr lautstark präsentierten. Anschließend kamen noch französische und nordamerikanische Chöre, die allerdings alle nicht a-capella auftraten. Daher plätscherte das Konzert über die Zeit so daher und die Aufmerksamkeit der Zuhörer nahm merklich ab.

Ein Gedanke zu „Galakonzert (Nachtrag)

  1. Roswitha Daub

    Liebe Domsingknaben !
    Als Mutter zweier ehemaligen Domsingknaben, möchte ich dem gesamten Chor und dem Chorleiter ganz herzlich gratulieren ,für die tolle Leistung, in Amerika singen zu dürfen und für die wunderschönen Konzerte dort und auch daheim. Die täglichen Reiseberichte habe ich mit großer Freude gelesen und die Fotos waren teilweise sehr originell.Danke dafür!
    Ich wünsche dem Chor weiterhin gutes Gelingen und ganz viel Freude beim Singen !
    Einen ganz besonderen Gruß möchte ich an das Ehepaar Sump schicken und an Dr.Marius Linnenborn.
    HerzLiche Grüße
    Roswitha Daub

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