Independence Day

Heute war er also da, der große amerikanische Feiertag: Independence Day!

Los ging es heute morgen in einheitlichen Kongressfarben (T-Shirt, Tasche + neue grüne DSK-Kappie) zur Nationalfeier der Messe für die deutsch-sprachigen Chöre. Neben uns waren ein Jugendchor aus Würzburg und eine große Truppe der Luzerner Kantorei dabei. Die Messe wurde, wie für uns üblich, von Marius Linnenborn, Herrn Sump und Herrn Balzer geleitet.Die Chöre selbst trugen jeweils auch eigene Stücke zur Messe bei.

Direkt nach der Messe war es dann soweit und wir wurden gesammelt mit Bussen von der Kirche abgeholt und zur Constitution Ave gefahren, auf der die Parade zum Unabhängigkeitstag stattfinden sollte. Alle 750 Sänger des Kongresses machten sich also identisch gekleidet auf, um ihre Position in einem großen Chor zur Eröffnung der Parade einzunehmen. Gott sei Dank hatten wir unsere grünen DSK-Kappen auf, sonst hätten uns da schon 1-2 Knaben verloren gehen können…

Die Feier selbst dann war etwas… mau. Das lag zum einen sicher am Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein (man muss sich mal vorstellen, dass wir uns darüber beschweren!) und brütender Hitze, war es fast unerträglich in der prallen Sonne zu stehen. Zum anderen lag es aber auch an der Art und Weise der Parade. Vermutlich fehlt uns einfach der Zugang zu einer solchen Parade, aber letztlich könnte man es als großes Schützenfest mit mehr ernsten Mienen und mehr Werbung beschreiben. Das heißt natürlich nicht, dass es nicht eine tolle Erfahrung und Erlebnis war es einmal live miterlebt zu haben und Teil des Ganzen gewesen zu sein. Aber ich denke, dass die meisten von uns es sich einfach anders vorgestellt hatten. Auf jeden Fall hatten wir Gelegenheit nach unseren beiden Beiträgen zu Eröffnung der Zeremonie (die wundervollen Stück mit klangvollem Titel “Homeland” und “America the Beautiful”) ein Gruppenfoto vor dem weißen Haus zu schießen und den Rest der Parade zu verfolgen.

Anschließend ging es zurück ins Hotel, wo den Jungs nach einer kurzen Mittagspause die Gelegenheit gegeben wurde, sich im Pool abzukühlen. Das war auch nötig, weil wir uns ja später am Tag wieder auf dem Weg zur Mall machen durften, um dem Sinfonie-Konzert zum 4. Juli zu lauschen und auf das Feuerwerk zu warten… Leider mussten wir natürlich recht früh da sein, um Plätze zu reservieren (“first comes, first serves”) und eine gute Ausgangsposition für Konzert und Feuerwerk zu haben. Zum anderen stellte sich nachher raus, dass das Konzert nicht wie erwartet über Lautsprecher über die Mall weitergeleitet wird, sondern die reine Akkustik ausreichen musste. Zu gut Deutsch: Wir hatten nachher zwar ein Feuerwerk, aber kein Konzert. Dafür hatten wir aber eine ganz nette Zeit zusammen auf der Mall mit den ganzen Amerikanern und den anderen PC Chören.

Das WAHRE Highlight des Tages folgte jedoch auf dem Weg zurück ins Hotel. Es war die letzten Tage immer schon schwierig aus unseren Zimmern in der 4. Etage in die Lobby zu kommen, da nur Aufzüge zur Verfügung stehen und keine Treppen. Aber der heutige Abend brach wirklich alle Rekorde. Riesige Schlange inkl. Fahrstuhl-Einweisern bildeten sich auf beiden Seiten und vor allen zur verfügungstehenden Aufzügen des Hotels. Wartezeiten von 20-40 Minuten waren da keine Seltenheit.

 

 

Ein Gedanke zu „Independence Day

  1. Heidi Albrecht

    Danke Jan, für deine tollen, ausführlichen Berichte, ist morgens immer meine erste Tat am PC, zu schauen, ob es Neuigkeiten gibt.
    Beim Surfen im Netz bin ich auf diesen Bericht aus der Mainpost gestoßen:
    http://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Kantorei-Heiligkreuz-St-Elisabeth-tritt-beim-Independence-Day-in-Washington-auf;art735,7555853
    Das können wir doch in der WAZ auch, oder? Machst du das dann klar oder soll ich von hier aus Kontakt aufnehmen?
    Liebe Grüße an alle schwitzenden DSK!!!!

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