Essener Domsingknaben

 

Alte Tradition und junge Leute

Inmitten des geschäftigen Treibens der Metropole des Ruhrgebiets liegt wie ein ruhender Pol mit dem Atem von mehr als elf Jahrhunderten das altehrwürdige "Münster am Hellweg".

Im Jahr 852 hatte der heilige Altfrid, vierter Bischof von Hildesheim, auf seinem Gut Astnide ein hochadeliges Damenstift gegründet. Zusammen mit den Stiftskanonikern übernahmen Sängerknaben den liturgischen Gesang in den Gottesdiensten der Stiftskirche. Die Knaben wurden in der Stiftsschule für ihren Dienst in der Schola Cantorum ausgebildet.

Der Essener Liber Ordinarius aus dem 14. Jahrhundert beschreibt ausführlich die liturgischen Feiern, an denen die Scholaren beteiligt waren. In dieser Zeit gab es im Essener Stift auch den Brauch eines "Knabenbischofs", der von den Sängerknaben gewählt wurde und am Fest der Unschuldigen Kinder in der Liturgie besondere Aufgaben wahrnehmen durfte.

Mit der Gründung des Bistums Essen am 1. Januar 1958 wurde die ehemalige Stiftskirche zur Kathedrale des Ruhrbistums. In ihr sind heute die Essener Domsingknaben zu Hause. Auf Wunsch des ersten Bischofs von Essen und späteren Kardinals Franz Hengsbach wurde der Chor 1961 ins Leben gerufen und ließ die alte Tradition des Knabenchorgesangs an der Essener Münsterkirche wieder neu lebendig werden.
Die wichtigste Aufgabe der Domsingknaben ist die musikalische Gestaltung der feierlichen Gottesdienste in der Essener Domkirche. Diesen Dienst teilen sich die Domsingknaben mit dem Domchor der Erwachsenen und dem Mädchenchor am Essener Dom.

Der homogene Chorklang der Knaben- und jungen Männerstimmen übt auf die Zuhörer eine besondere Faszination aus. Ob im Gottesdienst oder im Konzert, immer verstehen die Domsingknaben ihren Gesang als Verkündigung des Glaubens, zum Lob Gottes und zur Freude der Menschen - gemäß dem Psalmwort "Aus dem Mund der Kinder schaffst du dir Lob" (Psalm 8).




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